Performance‑Troubleshooting: Unterschied zwischen den Versionen

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Um die Ursache für die vorhandenen Performance-Probleme zu finden, sollten Sie zunächst alle notwendigen Informationen zusammentragen:<br>
Um die Ursache der bestehenden Performance‑Probleme zu ermitteln, sollten zunächst alle relevanten Informationen gesammelt werden:
* Auf welcher VM im Cloud-Paket tritt das Verhalten genau auf?
* '''Auf welcher VM''' innerhalb des Cloud‑Pakets tritt das Verhalten auf?
* Seit wann tritt das Verhalten auf?
* '''Seit wann''' besteht das Problem?
* Wie äußert es sich konkret?
* '''Wie äußert sich''' die eingeschränkte Performance konkret?
* Wurden auf OS-Ebene Änderungen an der jeweiligen VM durchgeführt? (Windows-Updates, Software de-/installiert, ...)
* '''Gab es Änderungen auf Betriebssystemebene?''' (z. B. Windows‑Updates, Softwareinstallationen oder ‑deinstallationen)
* Wie viele Mitarbeiter arbeiten gleichzeitig auf der jeweiligen VM?
* '''Wie viele Mitarbeitende''' arbeiten gleichzeitig auf der betroffenen VM?
* Hat die jeweilige VM Abhängigkeiten zu einer anderen VM im gleichen Paket?
* '''Bestehen Abhängigkeiten''' zu anderen VMs im selben Paket?
* Welcher VPN-Typ wird verwendet?
* '''Welcher VPN‑Typ''' wird verwendet?
* Über welches Protokoll greifen die Mitarbeiter auf die VM zu?
* '''Über welches Protokoll''' greifen die Benutzer auf die VM zu?
* Welcher Virenschutz ist auf der VM aktiv?
* '''Welcher Virenschutz''' ist auf der VM aktiv?
* Nutzen Sie auf Ihrem Server DATEV-Applikationen?
* '''Werden DATEV‑Applikationen genutzt?'''
** Wenn ja wie viele Mitarbeiter arbeiten gleichzeitig mit der DATEV-Applikationen?
** Wenn ja: '''Wie viele Mitarbeitende''' arbeiten gleichzeitig damit?
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Version vom 6. Mai 2026, 10:12 Uhr

Allgemein

Im TERRA CLOUD Support erreichen uns regelmäßig Anfragen, in denen Kunden eine eingeschränkte Performance ihrer VM schildern.
In der überwiegenden Mehrheit dieser Fälle – rund 99 % – lag die Ursache letztlich innerhalb des Betriebssystems der VM.
Aus diesem Grund haben wir diesem Thema einen eigenen Wiki‑Artikel gewidmet.
Er soll Ihnen dabei helfen, mögliche Performance‑Probleme selbstständig zu erkennen und einzugrenzen.
Am Ende des Artikels finden Sie zudem Hinweise, wie Sie Performance‑Anfragen, die sich nicht eigenständig lösen lassen, optimal an unseren Support übermitteln können.

Onprem- vs. Cloud-Server

Server, die beim Kunden vor Ort betrieben werden, weisen in der Regel eine eher geringe Auslastung auf.
Daher werden dort häufig mehrere Anwendungen oder zusätzliche Windows‑Server‑Rollen/-Features parallel installiert.
Cloud‑Server hingegen lassen sich sehr fein granuliert dimensionieren, was dazu führt, dass viele Kunden ihren Cloud‑Instanzen dieselben oder sogar weniger Ressourcen zuweisen als ihren On‑Premise‑Systemen.
Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass es sich um Shared‑Infrastrukturen handelt.
Das bedeutet: Mehrere Kunden teilen sich dieselben physischen Ressourcen.
Aus diesem Grund ist die Leistungsfähigkeit eines lokalen Servers nicht direkt mit der eines Cloud‑Servers vergleichbar.
Gerade im Bereich der Terminal‑Server empfehlen wir daher, nicht zu viele Mitarbeiter gleichzeitig auf einer einzelnen Instanz arbeiten zu lassen.
Aus der Praxis hat sich gezeigt, dass maximal 8 - 10 gleichzeitige Mitarbeiter sinnvoll sind.
Benötigen mehr Mitarbeitende Zugriff, sollte unbedingt mehr als ein RDS‑Server bereitgestellt werden.

DATEV-Applikationen

Aus der Erfahrung hat sich gezeigt, dass pro DATEV‑Benutzer ein vCore auf der VM eingeplant werden sollte.
Im Zweifel empfehlen wir daher, die Standard CPU mit mehr vCores und etwas geringerem Takt zu wählen, um für alle DATEV‑Benutzer ausreichend CPU‑Ressourcen bereitstellen zu können.

Ursache für Performance-Probleme finden

Informationen zusammentragen

Um die Ursache der bestehenden Performance‑Probleme zu ermitteln, sollten zunächst alle relevanten Informationen gesammelt werden:

  • Auf welcher VM innerhalb des Cloud‑Pakets tritt das Verhalten auf?
  • Seit wann besteht das Problem?
  • Wie äußert sich die eingeschränkte Performance konkret?
  • Gab es Änderungen auf Betriebssystemebene? (z. B. Windows‑Updates, Softwareinstallationen oder ‑deinstallationen)
  • Wie viele Mitarbeitende arbeiten gleichzeitig auf der betroffenen VM?
  • Bestehen Abhängigkeiten zu anderen VMs im selben Paket?
  • Welcher VPN‑Typ wird verwendet?
  • Über welches Protokoll greifen die Benutzer auf die VM zu?
  • Welcher Virenschutz ist auf der VM aktiv?
  • Werden DATEV‑Applikationen genutzt?
    • Wenn ja: Wie viele Mitarbeitende arbeiten gleichzeitig damit?

Virenschutz

Kunden berichten uns immer wieder davon, dass Sie neben dem normalen Windows Defender einen weiteren Virenschutz einsetzen.
Hierbei muss allerdings darauf geachtet werden, dass beide Programme richtig konfiguriert werden, damit diese sich nicht gegenseitig blockieren und Probleme auf OS-Ebene erzeugen.
Bei Performance-Problemen mit RDP-Sitzungen sollte geprüft werden, ob im Virenschutz eine Ausnahme für RDP-Sitzungen definiert wurde.

Ressourcen der VM mittels Ressorucenmonitor prüfen

Im Anschluss sollten Sie die Ressourcen der VM auf OS-Ebene prüfen.
Hierzu nutzen Sie bitte im ersten Schritt den Windows Ressourcenmonitor, diesen finden Sie z.B. über die Windows-Suche.
In diesem haben Sie für die zentralen Ressourcen einzelne Reiter:

  • CPU
  • Arbeitsspeicher
  • Datenträger
  • Netzwerk


Über die einzelnen Reiter finden weiterführende Informationen zur Auslastung.

Ressourcenmonitor-CPU

Auf der Übersicht der CPU sehen Sie alle Prozesse, welche eine Auslastung auf der CPU generieren. Achten Sie hier auf Prozesse die deutlich mehr Ressourcen nutzen, als andere und klären Sie mit Ihrem Administrator, inwieweit das normal ist. Ggf. hat ein Prozess ein Problem oder der VM wurden zu wenig CPU-Ressourcen zugeteilt. Des Weiteren können Sie hier sehen, ob die CPU mit maximaler Takt-Frequenz arbeitet. Sollte z.B. die Energiespar-Funktion unter Windows aktiviert sein, würde die CPU nicht mit der maximalen Leistung arbeiten, was wiederum zu Performance-Problemen führen kann. Auf Hyper-V-Ebene sind keine Energiespar-Modi aktiviert.

Ressourcenmonitor-Arbeitsspeicher

Im Bereich des Arbeitsspeichers können Sie ebenfalls die aktuelle Auslastung einsehen.
Achten Sie auf Prozesse die deutlich mehr RAM-Speicher verbrauchen, als andere und klären Sie mit Ihrem Administrator, ob das so in Ordnung ist.
Im oberen Bereich sehen u.a. auch die Anzahl an "Harten Fehlern".
Wenn hier ein Prozess viele Fehler aufweist, kann das darauf hindeuten, dass der VM zu wenig RAM zugewiesen wurde oder aber auch, dass auf Host-Ebene ein Problem vorliegt.
Bei letzterem kontaktieren Sie gerne den TERRA CLOUD Support.

Ressourcenmonitor-Datenträger

Im Bereich des Datenträgers können Sie u.a. sehen, wie hoch die Antwortzeiten der vDisk in Bezug auf einzelnen Prozessen ist.
Hier raten wir dazu die Spalte absteigend zu sortieren. Wenn Sie hier Werte höher 100 sehen, liegt ein Problem vor.
Halten Sie hier Rücksprache mit Ihrem Administrator.
Außerdem können Sie die Zeit mit max. Aktivität des Datenträgers sehen.
Ist dieser Wert dauerhaft über 80 %, ist Ihre vDisk zu stark ausgelastet.
Ursache hierfür kann sein, dass Sie Standard-Storage gebucht haben, aber die VM Performance-Storage benötigt.
Hierzu würden auch Diskfehler-Meldungen mit ID 153 und/oder 11 im Windows Event-Log geloggt werden.

Ressourcenmonitor-Netzwerk

In der Netzwerk-Übersicht sehen Sie die generelle Netzwerk-Auslastung, auch sortiert nach Prozessen.
Wenn ein Prozess deutlich mehr Netzwerk-Ressourcen benötigt als andere, kann das ein Indiz dafür sein,
dass dieser eine Prozess die Bandbreite blockiert, was nach außen als Performance-Probleme wahrgenommen werden kann.
Ein klassisches Beispiel wäre hier das TERRA CLOUD Backup, was zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeführt wird und dabei einen Großteil der Bandbreite benötigt,
sofern nicht anderweitig konfiguriert.

Support-Ticket erstellen

Sollte die Ursache nicht auf OS-Ebene gefunden werden, können Sie gerne ein Support-Ticket erstellen.
Hierzu nutzen Sie entweder das TERRA CLOUD Technical Center oder schreiben Sie eine Mail an support@terracloud.de.
Wir benötigen von Ihnen den Namen der betroffenen VM, die Bestellnummer und die Infos zu den o.g. Fragen.