Backup FAQ: Unterschied zwischen den Versionen

Aus TERRA CLOUD WIKI
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 170: Zeile 170:
</translate>
</translate>
<translate>
<translate>
==== Welche Komponenten gehören zur VSS-Technologie ==== <!--T:912-->
==== Welche Komponenten gehören zur VSS-Technologie? ==== <!--T:912-->


<!--T:913-->
<!--T:913-->

Version vom 26. Juni 2026, 07:54 Uhr

Abrechnung und Datenvolumen

Zu welchem Zeitpunkt wird die Datenmenge auf dem Vault erfasst und abgerechnet?

Die auf dem Vault gespeicherte Datenmenge wird am 15. eines Monats erfasst. Auf Basis dieses Stichtags erfolgt anschließend die kaufmännische Abrechnung zum Monatsende.

Welche Datenmenge dient als Grundlage für die Abrechnung?

Für die Abrechnung wird stets die nativ geschützte Datenmenge herangezogen – also die tatsächliche Datenmenge, die auf dem zu sichernden System vorhanden ist,
unabhängig davon, wie stark die Daten während des Backups komprimiert werden.

Hierzu ein Beispiel:
Befindet sich auf einer 700‑GB‑Festplatte ein Datenbestand von 400 GB, werden genau diese 400 GB als abrechnungsrelevante Datenmenge erfasst.
Auch wenn die Sicherung durch Komprimierung auf dem Vault beispielsweise nur 300 GB belegt, bleibt die Grundlage für die Abrechnung die ursprüngliche Datenmenge von 400 GB.

Wie erhalte ich eine Lizenz für das Granular Restore Tool?

Während der Installation des Granular Restore Tools werden Sie zur Eingabe einer Lizenz aufgefordert.
Um eine Lizenz zu erhalten, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer Kundennummer und dem Betreff Granular Restore Lizenz an support@terracloud.de.
Nach Eingang Ihrer Anfrage stellen wir Ihnen den entsprechenden Lizenz-Key zur Verfügung.

Aufbewahrung und Wiederherstellung

Wie lange können Sicherungen maximal aufbewahrt werden?

Die maximale Aufbewahrungsdauer hängt vom gebuchten Backup‑Paket ab.
In den Paketen TERRA CLOUD Backup Basic und Backup Standard können Sicherungen bis zu 365 Tage lang aufbewahrt werden.
Dies deckt typische Anforderungen an kurz- bis mittelfristige Datenhaltungsrichtlinien ab.

Wenn Sie hingegen TERRA CLOUD Backup Enterprise nutzen, stehen deutlich erweiterte Aufbewahrungsoptionen zur Verfügung.
In diesem Paket können Backups bis zu 10 Jahre gespeichert werden, was insbesondere für Unternehmen mit langfristigen Compliance‑ oder Archivierungspflichten relevant ist.

Wie viele Wiederherstellungspunkte lassen sich maximal speichern?

In einem Backup‑Paket können bis zu 50 Sicherungen dauerhaft aufbewahrt werden.
Zusätzlich steht eine Pufferzone von 10 weiteren Sicherungssätzen zur Verfügung, die genutzt wird, bevor ältere Sicherungen überschrieben oder nachberechnet werden.

Ab dem 61. Sicherungssatz erfolgt eine automatische Nachberechnung der 11 Sicherungssätze, inklusive der genannten Pufferzone von 10 Safesets.

Welche Wiederherstellungsoptionen stehen innerhalb der TERRA CLOUD Backup‑Lösung zur Verfügung?

Die TERRA CLOUD Backup‑Lösung bietet eine Vielzahl an Wiederherstellungsoptionen, um unterschiedlichste Szenarien – von der Wiederherstellung einzelner Dateien bis hin zur vollständigen Systemrettung – zuverlässig abzudecken.

Zunächst können einzelne Dateien, Ordner oder komplette Laufwerke wiederhergestellt werden.
Darüber hinaus stehen Bare‑Metal‑Recovery‑(BMR)‑Funktionen zur Verfügung, mit denen ganze Systeme inklusive Betriebssystem, Konfiguration und Daten vollständig bootfähig rekonstruiert werden können.

Wiederherstellungen können sowohl auf das Ursprungssystem als auch auf ein anderes System erfolgen, was insbesondere bei Hardware‑Defekten oder Migrationen hilfreich ist.
Zusätzlich bietet die TERRA CLOUD verschiedene erweiterte Optionen wie einen Notfallservice, die Bereitstellung einer IaaS‑Disaster‑Recovery‑VM, automatisierte BMR‑Wiederherstellungen sowie eine schnelle VM‑Wiederherstellung, um Ausfallzeiten so gering wie möglich zu halten.

Komponenten und Architektur

Welche Aufgaben erfüllt die TERRA CLOUD Backup Agent‑Komponente?

Die TERRA CLOUD Backup Agent‑Komponente wird direkt auf dem zu sichernden System installiert und bildet die zentrale technische Einheit für alle Sicherungs‑ und Wiederherstellungsprozesse.
Sie kommuniziert kontinuierlich mit dem Backup‑Portal sowie dem Vault und übernimmt sowohl die Ausführung geplanter Sicherungen als auch die Durchführung von Wiederherstellungen.
Der Agent ermöglicht vollständige Backups physischer und virtueller Systeme und unterstützt zudem bootfähige Wiederherstellungen.

Darüber hinaus bietet der Agent flexible Betriebsmodi wie hybride Sicherungen oder direkte Cloud‑Backups. Ebenso erlaubt er die granulare Wiederherstellung einzelner Dateien und Ordner.

Die gesamte Verwaltung und Überwachung des Agents erfolgt zentral über das TERRA CLOUD Backup-Portal (https://backup.terracloud.de), wodurch eine einheitliche und effiziente Steuerung aller Backup‑Instanzen gewährleistet ist.

Welche Funktionen stellt die TERRA CLOUD Backup Portal‑Komponente bereit?

Die TERRA CLOUD Backup Portal‑Komponente stellt eine zentrale, multimandantenfähige Verwaltungsoberfläche bereit, über die sämtliche Backup‑Instanzen und Kundenumgebungen gesteuert werden können.
Über das Portal erfolgt die vollständige Administration der angebundenen Backup‑Agenten, einschließlich der Erstellung und Verwaltung von Backup‑Jobs, Zeitplänen, Benachrichtigungen und weiteren Konfigurationen.
Zusätzlich ermöglicht das Portal umfangreiche Wiederherstellungsfunktionen, die von der Wiederherstellung einzelner Dateien bis hin zu kompletten Systemen reichen.
Ein weiterer zentraler Bestandteil ist die Möglichkeit, Windows‑Agenten direkt über das Portal zu aktualisieren und konfigurieren.
Gleichzeitig bietet es eine umfassende Überwachung aller angebundenen Systeme, sodass Administratoren jederzeit den Zustand der Sicherungen und Systeme im Blick behalten.

Zur Auswertung stehen verschiedene Berichtsfunktionen zur Verfügung. Darüber hinaus können Softwarepakete, Dokumentationen und weitere Ressourcen direkt über das Portal heruntergeladen werden.
Ein integrierter Newsticker informiert über aktuelle Hinweise, Updates oder wichtige Änderungen.

Welche Rolle übernimmt die TERRA CLOUD Backup Vault‑Komponente im Gesamtsystem?

Der TERRA CLOUD Backup Vault dient als zentrales Sicherungsziel für alle vom Agenten übertragenen Daten.
Der Vault übernimmt die Speicherung, Verwaltung und Bereitstellung der Safesets, die für Wiederherstellungen benötigt werden.

Der primäre Vault befindet sich im Rechenzentrum Hüllhorst.
Der sekundäre Vault befindet sich im Rechenzentrum Düsseldorf, der für zusätzliche Redundanz und Ausfallsicherheit genutzt wird.

Durch diese verteilte Struktur stellt die Vault‑Komponente sicher, dass Daten zuverlässig, sicher und geografisch getrennt gespeichert werden.

Welche Agent‑Typen stehen innerhalb der TERRA CLOUD Backup‑Lösung zur Verfügung?

Wie kann ein Computer erneut am Vault registriert werden?

Die Funktion "Erneut registrieren" ermöglicht es die lokal gespeicherte Konfiguration des Agenten gegen eine auf dem Vault abgespeicherte Konfiguration eines Computers zu ersetzen bzw. die bestehende zu ergänzen.
Dies ist zum Beispiel notwendig nach einer Neuinstallation des Agenten, da der Agent nach einer Neuinstallation nicht konfiguriert wird.
Die aktuelle Konfiguration kann z. B. durch die Funktion ergänzt werden, sofern Sie einen Backup Job im Portal und somit vom Agenten entfernt haben, der Datenbestand und die Konfiguration jedoch noch auf dem Vault vorhanden ist.
Nach der erneuten Registrierung wird der fehlende Backup Job wieder im Portal angezeigt.

Vorgehensweise:
1. Bitte wählen Sie im Backupportal den betroffenen Agenten aus. Unter dem Reiter "Vault-Einstellungen" finden Sie die Aktion "Erneut registrieren".
2. Laden Sie hier nun das für die Kundensite erstellte Vault-Profil, anschließend kann die Aktion "Computer laden" ausgeführt werden.
3. Auf der rechten Seite werden nun alle Systeme angezeigt, welche sich auf dem betroffenen Vault befinden.
4. Nachdem Sie das betroffene System ausgewählt und die Aktion "Speichern" ausgeführt haben, wird die Konfiguration zurückgespielt.
5. Bearbeiten Sie nun die vorhandenen Jobs und tragen Sie jeweils das Verschlüsslungskennwort ein. Anschließend muss jeder betroffene Job synchronisiert werden.
6. Sobald die Synchronisation erfolgreich abgeschlossen wurde, können Sie die betroffenen Jobs ausführen.

VSS

Anbei eine kleine Erklärung zum Thema VSS:

Was ist eigentlich VSS?

  • VSS ist die Abkürzung ist eine Herleitung von "Volume Snapshot Service"
  • Übersetzt: Volumen Schattenkopie Dienst
  • Seit Windows XP / Windows Server 2003 implemtiert, dient zur Erstellung von Versionsständen (Snapshots)
  • Ein Snapshot ist eine Momentaufnahme eines Volumens (read-only)
  • VSS arbeitet auf Blockebene
  • VSS-Technik wird bei den meisten Backuplösungen eingesetzt die Windows Systeme sichern
  • VSS Fehler sind bei diesen Backuplösungen die Hauptstörungsquelle

Welche Komponenten gehören zur VSS-Technologie?

VSS-Writer:

  • jede VSS-fähige Anwendung installiert ihren eigenen VSS-Writer auf dem System, dieser wird benötigt um seine Applikation in einen konsistenten Zustand zu bringen

VSS-Requestor:

  • jedes Programm welches konsistente Daten benötigt kann zu einen Requestor werden, in unserem Fall der Backup Agent

VSS-Provider:

  • Der Provider erstellt und verwaltet die Schattenkopien von Daten im System

Kundenstandort und Performance

Wie können Backups gehandhabt werden, wenn der Kunde nur eine sehr langsame Internetanbindung besitzt?

In diesem Fall empfiehlt sich der Einsatz eines Hybrid Backups.
Durch dieses Modell steht ein lokaler Backup‑Satellit zur Verfügung, der direkt vor Ort betrieben wird und die Sicherungen zunächst lokal entgegennimmt.
Dadurch müssen große Datenmengen nicht sofort über die langsame Internetverbindung übertragen werden.

Gibt es Alternativen, um ein Initial‑Backup ohne Internetübertragung in die Cloud zu überführen?

Für Initial‑Backups, die aufgrund einer sehr langsamen oder instabilen Internetverbindung nicht effizient in die Cloud übertragen werden können, besteht die Möglichkeit,
die Sicherungsdaten auf eine USB‑Festplatte zu exportieren und diese direkt an die TERRA CLOUD einzusenden.
Alternativ können die Daten auch von einem anderen Standort aus auf einen von uns bereitgestellten FTP‑Account hochgeladen werden.
Nach Eingang werden die Daten durch unser Team direkt in den entsprechenden Vault importiert.

Weitere Informationen zum genauen Ablauf finden Sie im folgenden Wiki‑Artikel: Link

Wie sollte eine DATEV SQL Datenbank gesichert werden?

Bei der Sicherung einer DATEV SQL Datenbank gibt es im Vergleich zu einer "gewöhnlichen" SQL Datenbank Sicherung einige Besonderheiten.
In der Regel hat der Administrator/in keinen Vollzugriff auf die Datenbank und somit kann das SQL Plug-in nicht eingesetzt werden.
Zusätzlich kann es zu Problemen bei einer filebasierten Sicherung kommen, da der Zeitstempel der Datenbankdatei (MDF Datei) zum Teil zurückgesetzt wird.
Transaktionsprotokolle müssen nicht abgeschnitten werden, da für die DATEV SQL Datenbank die Umlaufprotokollierung konfiguriert ist.

Empfohlenes Sicherungskonzept:
Das System sollte über eine imagebasierte BMR Sicherung geschützt werden, da bei dieser partitionsbasierten Sicherungsmethode der Zeitstempel der Datenbankdatei irrelevant ist.

Migration

Wie läuft die Migration der Backups von Bestandskunden auf eine TERRA CLOUD Backup Enterprise Plattform ab?

Ausgangssituation:
Sie haben aktuell für Ihre Kunden Backup Standard bzw. Backup Basic Pakete gebucht und möchten die Sicherungen Ihrer Kunden auf ein neues TERRA CLOUD Backup Enterprise Vault umziehen lassen.

Hinweis zu TERRA CLOUD Backup Satelliten:
Für den Umzug von TERRA CLOUD Hybrid Backup Paketen wird das TERRA CLOUD Backup Enterprise Add-on benötigt.
Dieses ermöglicht Ihnen drei Optionen bei der Buchung von TERRA CLOUD Backup Enterprise Hyrid Accounts:

  1. Neubestellung: Sie erhalten einen neuen Vault-Account in Verbindung mit einem neuen Satelliten
    (Migration der bisherigen Datensicherungen möglich im Rahmen der Migration auf die Plattform)
  2. Migrationbestellung: Nutzen Sie diese Option um einen bestehenden Vault-Account und Satelliten auf Ihre Plattform umziehen zu lassen
    (der bestehende Account wird migriert und der Satellit mit Ihrem Basevault verbunden)
  3. Upgradebestellung: Bei dieser Option wird ein neuer Vault-Account und ein neuer Satellit bereitgestellt z. B. um auf einen größeren Satelliten zu wechseln
    (der alte Vault-Account muss für die Migration angegeben werden)

Vorbereitung:
Bitte bereiten Sie für den Migrationsprozess die folgenden Schritte vor:

  1. Bestellen Sie das TCBE-Vaultsystem in der gewünschten Location auf Ihr Unternehmen (Bitte beachten Sie die Bereitstellungszeit von bis zu 10 Werktagen)
  2. Lösen Sie nach der Bereitstellung Ihres neuen Vaultsystems eine Bestellung für einen Vault-Account für jeden Ihrer Kunden aus (Die Vault-Accounts können Sie auf die jeweiligen Kunden schlüsseln)
  3. Erstellen Sie eine Gegenüberstellung in z.B. Microsoft Excel mit dem alten Vault-Account (z.B. 12345-DRMEY) und dem neu bestellten Vault-Account, auf Ihrem TCBE-Vault z.B. (12345-DRMEYER)
  4. Bei der Bereitstellung Ihres Vaultsystems wird automatisch ein Support Ticket für den Migrationsprozess erzeugt, bitte sprechen Sie in diesem die Zeitspanne für die Migration ab

Ablauf während der Migration:
Am Morgen des Migrationstages wird der Prozess durch das Team der TERRA CLOUD gestartet.
Sie erhalten eine Benachrichtigung per E-Mail welche Accounts zur Migration gestartet wurden. Sie können direkt nach dem Start der Migration die neuen Sicherungsziele für die Agenten hinterlegen, wie in Anleitung für die Anpassungen im Backup Portal beschrieben.
Bitte beachten Sie, dass während der Migration keine Sicherungen durchgeführt werden können, da beide Accounts durch die Migration gesperrt sind.
In der Regel schließen die Migrationen am selben Werktag ab, sodass die Sicherungen der Backup Agenten, die per Zeitplan gestartet werden, gegen den migrierten Datenbestand auf dem dedizierten Vault erfolgen können.

Wie läuft die Migration technisch ab?
Der Migrationsprozess startet einen Kopiervorgang der die hinterlegten Computer / Backup Jobs / Safesets aus dem alten Account von dem Shared Vault in den Account auf dem TCBE-Vaultsystem überträgt.

Wie viele Endkunden können pro Migrationstag umgezogen werden?
In der Regel können ca. 5 Endkunden pro Tag umgezogen werden, dies hängt von der Größe der jeweiligen Accounts ab ca. 1,5 TB (nativ geschützte Datenmenge)

Was passiert mit den alten Accounts nach der Migration?

Nach dem Abschluss des gesamten Migrationsprozesses müssen die alten Accounts noch von Ihnen gekündigt werden, da es sonst zu Doppelberechnung kommen kann.

Selbstverständlich steht Ihnen während des Migrationsprozesses ein Teammitglied des Supports als Ansprechpartner für mögliche Rückfragen zur Verfügung.

Monitoring und Steuerung

Welche Überwachungs‑ und Reporting‑Möglichkeiten bietet die Backup‑Lösung?

Die TERRA CLOUD Backup‑Lösung stellt verschiedene Möglichkeiten zur Überwachung und Auswertung der Sicherungen bereit.
Die zentrale Anlaufstelle ist das Backup‑Portal, über das alle angebundenen Systeme überwacht werden können.
Dort stehen zudem Berichte und Statusübersichten zur Verfügung, die einen schnellen Überblick über den Zustand der Sicherungen ermöglichen.

Zusätzlich können Server‑Eye‑Sensoren eingesetzt werden, die eine tiefere technische Überwachung erlauben.
Diese Sensoren lassen sich flexibel installieren und bieten detaillierte Einblicke in den Zustand der Backup‑Agenten und Sicherungsprozesse.
Für individuelle Anforderungen besteht außerdem die Möglichkeit, durch die Auswertung der vom Agent erzeugten XML-Dateien, eigene Sensoren zu entwickeln.

Ergänzend kann das TERRA Management genutzt werden, das grundlegende Monitoring‑Funktionen bereitstellt.

Darüber hinaus unterstützt das Backup‑Portal Mailbenachrichtigungen, die an einen oder mehrere Empfänger versendet werden können.
So werden Administratoren automatisch über Fehler, Warnungen oder erfolgreiche Sicherungen informiert.

Welche Trigger stehen zur Verfügung, um eine Sicherung zu starten?

Für die Ausführung von Sicherungen stehen verschiedene Trigger‑Mechanismen zur Verfügung.
Der wichtigste und am häufigsten genutzte Mechanismus ist der Zeitplan, der sowohl für Server als auch für Clients individuell konfiguriert werden kann.
Dadurch lassen sich Sicherungen automatisiert zu festen Zeiten oder in definierten Intervallen ausführen.

Zusätzlich stehen auf Windows‑Clients Windows‑Trigger zur Verfügung.
Diese ermöglichen es, Sicherungen beim Herunterfahren oder Hochfahren des Systems automatisch zu starten.
Dadurch können insbesondere mobile oder selten eingeschaltete Geräte zuverlässig in die Backup‑Strategie eingebunden werden.

Wird ein Backup automatisch abgebrochen, wenn die Paket‑ oder Mengengrenzen überschritten werden?

Nein, die Sicherung wird in diesem Fall nicht abgebrochen.
Der Backup‑Prozess läuft vollständig weiter, sodass keine Daten verloren gehen und die Sicherung wie geplant abgeschlossen wird.

Allerdings führt das Überschreiten der Paket‑ oder Mengengrenzen zu einer kaufmännischen Hochstufung des Backup‑Pakets.
Dadurch entstehen Mehrkosten, die entsprechend der höheren Nutzung berechnet werden.

Sicherheit und Integrität

Was passiert, wenn ein Server von Malware oder einem Virus befallen wurde und unmittelbar danach eine Sicherung läuft? Sind frühere Safesets dadurch gefährdet?

Die vom Backup‑Agent erstellten Safesets werden auf dem jeweiligen Vault oder Satelliten ausschließlich als schreibgeschützte Dateien abgelegt.
Sobald ein Safeset erstellt wurde, kann es nicht mehr verändert oder überschrieben werden.

Damit ist sichergestellt, dass keine Schadsoftware bereits bestehende Sicherungen kompromittieren kann.
Selbst wenn unmittelbar nach einer Infektion ein Backup ausgeführt wird, bleiben alle zuvor erzeugten Safesets vollständig intakt und unverändert.

Speicherung und Datenverwaltung

Erfolgt eine georedundante Speicherung der gesicherten Daten in der TERRA CLOUD?

Die in Hüllhorst gespeicherten Sicherungsdaten werden regelmäßig auf den sekundären Vault im Rechenzentrum Düsseldorf repliziert.
Dadurch wird eine georedundante Datenhaltung gewährleistet, die zusätzliche Ausfallsicherheit bietet.

Gleiches gilt für die Sicherungsdaten, die in Seuzach (Schweiz) gespeichert werden.
Diese werden auf den sekundären Vault im Rechenzentrum Frauenfeld (Schweiz) repliziert.

Der sekundäre Vault dient ausschließlich der Wiederherstellung von Daten. Direkte Sicherungen auf diesen Vault sind nicht vorgesehen.

Besteht die Möglichkeit, Backup‑Daten lokal abzulegen?

Durch die Buchung eines Hybrid Backups besteht die Möglichkeit, Sicherungsdaten lokal abzulegen.
In diesem Szenario wird ein sogenannter Satellit bereitgestellt, der entweder als physischer Server oder als virtuelle Maschine vor Ort betrieben wird.

Der Satellit wird im Backup‑Portal als primärer Vault konfiguriert.
Zu definierten Zeiten repliziert er seine lokal gespeicherten Sicherungen automatisch auf den zentralen Basevault im Rechenzentrum Hüllhorst.
Von dort erfolgt zusätzlich eine Replikation auf einen sekundären Basevault im Rechenzentrum Düsseldorf, wodurch eine georedundante Datenspeicherung gewährleistet wird.

Darüber hinaus können Wiederherstellungen direkt vom lokalen Satelliten durchgeführt werden, was insbesondere bei langsamen Internetanbindungen erhebliche Vorteile bietet.

Kann beim Einsatz eines Hybrid Backups der Satellit dauerhaft umgangen werden, sodass direkt gegen den Base-Vault gesichert wird?

In einem Hybrid Backup ist der Satellit ein fester und technisch notwendiger Bestandteil der Gesamtlösung.
Er übernimmt die lokale Speicherung der Sicherungen sowie die zeitgesteuerte Replikation in die TERRA CLOUD.
Eine dauerhafte Umgehung des Satelliten ist daher nicht möglich.

Unter bestimmten Bedingungen kann der Satellit jedoch temporär über einen Bypass umgangen werden – beispielsweise wenn der Satellit noch nicht geliefert wurde oder aufgrund eines technischen Problems vorübergehend nicht zur Verfügung steht.
In solchen Ausnahmefällen kann nach Rücksprache mit dem Support der Agent direkt gegen den Base‑Vault sichern.

Eine dauerhafte Nutzung des Hybrid Backups ohne Satelliten ist jedoch nicht möglich.

Gibt es Kennworteinschränkungen für den Backup Agent?

Es gibt eine Längenbeschränkung von 31 Zeichen für alle Kennwörter mit dem TERRA Cloud Backup Agent.
Dies schließt ein:

  • Verschlüsselungskennwörter
  • Kennwort-Hinweise
  • SQL-Anmeldeinformationen
  • VRA-Anmeldeinformationen
  • Oracle-Anmeldeinformationen
  • SMTP-Anmeldeinformationen
  • Kennwort für Vault-Anmeldeinformationen
  • etc...

Nur diese Zeichen sind für die Verwendung in den Feldern für Verschlüsselungskennwort und Hinweis zulässig: a-z, A-Z, Á-ÿ, 0-9, Leerzeichen, !@#$%^&*()_-+=[]{}|'":;<.>\/?

Wie kann ich das Verschlüsselungskennwort eines Backup-Jobs ändern?

Sie haben die Möglichkeit das Verschlüsselungskennwort neu zu setzen. Dazu gehen Sie im Backup-Portal zu dem entsprechenden Backup Job und anschließend auf "Job bearbeiten".
Links können Sie nun ein neues Kennwort setzen. Dabei zu beachten ist, dass Sicherungen, die mit dem alten Verschlüsselungskennwort erstellt wurden auch nur mit diesem wiederhergestellt werden können.
Bitte beachten Sie, dass nach der Änderung des Verschlüsselungskennwortes ein neues Initialbackup erstellt wird.

Kann ein verlorenes Verschlüsselungskennwort eines Backup-Jobs zurückgesetzt werden?

Das Verschlüsselungskennwort des Backup Jobs kann nicht durch den Support der TERRA CLOUD zurückgesetzt werden.
Bitte prüfen Sie, ob für den Job ein Kennwort-Hinweis hinterlegt wurde.