Performance‑Troubleshooting

Aus TERRA CLOUD WIKI
Version vom 20. Mai 2026, 09:08 Uhr von Christian Toedtmann (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „=== DATEV-Applications ===“)

General

This Wiki article is designed to help you identify and narrow down potential performance issues at the OS level.
At the end of the article, you will also find tips on how to best submit performance-related inquiries to our support team.

Onprem- vs. Cloud-Server

Servers operated on-premises at a customer's site typically exhibit relatively low utilization rates.
Consequently, multiple applications or additional Windows Server roles and features are frequently installed and run in parallel on these systems.
Cloud servers, by contrast, offer highly granular scaling capabilities; as a result, many customers allocate the same—or even fewer—resources to their cloud instances compared to their on-premises systems.
However, it is essential to bear in mind that these are shared infrastructures.
In other words, multiple customers share the same physical resources.
For this reason, the performance of a local server cannot be directly compared to that of a cloud server.
Particularly in the context of terminal servers, we therefore recommend avoiding having too many employees work simultaneously on a single instance.

DATEV-Applications

Experience has shown that one vCore per DATEV user should be allocated on the VM.
Therefore, in case of doubt, we recommend opting for the standard CPU—featuring more vCores but a slightly lower clock speed—to ensure that sufficient CPU resources are available for all DATEV users.

Finding the Cause of Performance Problems

Gathering Information

Um die Ursache der bestehenden Performance‑Probleme zu ermitteln, sollten zunächst alle relevanten Informationen gesammelt werden:

  • Auf welcher VM innerhalb des Cloud‑Pakets tritt das Verhalten auf?
  • Seit wann besteht das Problem?
  • Wie äußert sich die eingeschränkte Performance konkret?
  • Gab es Änderungen auf Betriebssystemebene? (z. B. Windows‑Updates, Softwareinstallationen oder ‑deinstallationen)
  • Wie viele Mitarbeiter arbeiten gleichzeitig auf der betroffenen VM?
  • Bestehen Abhängigkeiten zu anderen VMs im selben Paket?
  • Welcher VPN‑Typ wird verwendet?
  • Über welches Protokoll greifen die Benutzer auf die VM zu?
  • Welcher Virenschutz ist auf der VM aktiv?
  • Werden DATEV‑Applikationen genutzt?
    • Wenn ja: Wie viele Mitarbeitende arbeiten gleichzeitig damit?

Virenschutz

Uns wird immer wieder berichtet, dass zusätzlich zum integrierten Windows Defender einen weiteren Virenschutz einsetzt wird.
Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass beide Sicherheitslösungen korrekt konfiguriert sind, damit sie sich nicht gegenseitig blockieren oder unerwünschte Effekte auf Betriebssystemebene verursachen.

Treten Performance‑Probleme in RDP‑Sitzungen auf, sollte geprüft werden, ob im verwendeten Virenschutz Ausnahmen für RDP‑Verbindungen hinterlegt wurden.
Eine fehlende Ausnahme kann die Leistung spürbar beeinträchtigen.

Ressourcen der VM mittels Ressourcenmonitor prüfen

Um die Ursache der Performance‑Probleme zu identifizieren, sollten Sie im nächsten Schritt die Ressourcenauslastung der VM direkt auf Betriebssystemebene prüfen.
Nutzen Sie hierfür zunächst den Windows‑Ressourcenmonitor, den Sie z.B. über die Windows‑Suche aufrufen können.

Der Ressourcenmonitor bietet für die wichtigsten Systemressourcen eigene Reiter:

  • CPU
  • Arbeitsspeicher
  • Datenträger
  • Netzwerk

Über diese Reiter erhalten Sie detaillierte Informationen zur aktuellen Auslastung.

CPU


Im CPU‑Reiter sehen Sie alle Prozesse, die Rechenleistung verbrauchen.
Achten Sie auf Prozesse, die deutlich mehr CPU‑Last erzeugen als andere, und klären Sie mit Ihrem Administrator, ob dieses Verhalten normal ist.
Mögliche Ursachen:

  • ein Prozess hängt oder arbeitet fehlerhaft
  • der VM wurden zu wenig vCores zugewiesen

Zusätzlich können Sie prüfen, ob die CPU mit der maximalen Taktfrequenz arbeitet.
Ist z. B. der Windows‑Energiesparmodus aktiv, wird die CPU gedrosselt – was zu Performance‑Einbußen führt.
(Hinweis: Auf Hyper‑V‑Hosts sind Energiesparmodi grundsätzlich deaktiviert.)

Arbeitsspeicher


Im Reiter „Arbeitsspeicher“ sehen Sie die RAM‑Auslastung der VM.
Achten Sie auf Prozesse mit ungewöhnlich hohem Speicherverbrauch.

Im oberen Bereich finden Sie außerdem die Anzahl der „Harten Fehler“.
Viele harte Fehler bei einem Prozess können darauf hindeuten, dass:

  • der VM zu wenig RAM zugewiesen wurde
  • oder auf dem Host ein Speicherproblem vorliegt

Bei Verdacht auf Host‑Probleme wenden Sie sich bitte an den TERRA CLOUD Support.

Zusätzlich sollten Sie die generelle RAM‑Auslastung im Blick behalten.
Die durchschnittliche Auslastung sollte nicht über 80 % liegen.
Werte oberhalb dieses Bereichs führen erfahrungsgemäß zu Engpässen beim Speichermanagement und erhöhen die Wahrscheinlichkeit für harte Fehler sowie Performance‑Probleme.

Datenträger


Im Datenträger‑Reiter können Sie u. a. die Antwortzeiten der vDisk pro Prozess einsehen.
Sortieren Sie die Spalte am besten absteigend.

Wichtige Hinweise:

  • Antwortzeiten > 10-15 ms deuten auf ein Problem hin
  • Die Anzeige „Zeit mit max. Aktivität“ sollte nicht dauerhaft über 80 % liegen

Ist die vDisk dauerhaft überlastet, kann dies bedeuten, dass statt Standard‑Storage Performance‑Storage erforderlich ist.
Typische Begleiterscheinungen wären Disk‑Fehler im Windows‑Eventlog (ID 153 oder 11).

Netzwerk


Im Netzwerk‑Reiter sehen Sie die aktuelle Netzwerkauslastung, ebenfalls sortierbar nach Prozessen.
Benötigt ein einzelner Prozess ungewöhnlich viel Bandbreite, kann dies die Performance anderer Benutzer beeinträchtigen.

Ein typisches Beispiel ist das TERRA CLOUD Backup, das zu bestimmten Zeiten einen Großteil der Bandbreite beanspruchen kann – sofern dies nicht anders konfiguriert wurde.

Support-Ticket erstellen

Sollte sich die Ursache der Performance‑Probleme nicht auf Betriebssystemebene feststellen lassen, wenden Sie sich an den Support.
Nutzen Sie hierfür entweder das TERRA CLOUD Technical Center oder senden Sie eine E‑Mail an support@terracloud.de.
Für die Bearbeitung benötigen wir folgende Informationen: